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PromenadenEinMischung

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Uraufführung
Freitag, den 31. Mai 2002
12 Uhr - 16 Uhr - 19 Uhr

Ein musikalisches LandArtProjekt

für die Züricher Seepromenade zwischen Quaibrücke und Zürichhorn
mit über 350 MusikerInnen der Kantonsschule Küsnacht

listen ist eine Auftragskomposition der Kantonschule Küsnacht an den deutschen Komponisten Willem Schulz.

Schulz interessieren neben der Musik auch die Orte, die Zeiten und die sozialen Situationen, in denen Kunst rezipiert wird. Diese als gestaltbare Parameter in die Komposition zu integrieren, ist eine wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit.

Willem Schulz schreibt: „Es geht mir darum, bekannte Orte und gewohnte Situationen neu zu animieren und damit neu erfahrbar zu machen."

 

Die PromenadenEinMischung listen fand am Zürichsee zwischen der Quaibrücke und dem Zürichhorn statt. Die hochkultivierte und frequentierte Grenzlandschaft zwischen Natur und urbaner Zivilisation könnte man als eine LandArt-Installation betrachten mit ihren Wegen, gestalteten Flächen, Steinen, Bäumen, Skulpturen, Treppen, Bänken, Ufervariationen und dem angrenzenden Wasser.

In diese brachte sich das Projekt ein, setzte sie in anderen Sprachen fort, spielte mit ihr, unterwanderte sie, veränderte sie. Hierfür entstanden für 37 Solisten und Ensembles Kompositionen, die eine neue akustische und choreographische Dimension herstellten. Teils waren sie fest mit einem Ort verbunden, teils mobil im gesamten Gelände unterwegs.

Reihungen in Geraden, Ensembles in geometrischen Formen, Pulks, Strahlen, exponierte Solisten, etc. bespielten Wege, Ausbuchtungen, Wiesen und Parkanlagen, Böschungen sowie einzelne Punkte auf Stegen und Booten. Zwischen ihnen tauchten Freiläufer und Formationen in Bewegung auf.

Die Konzeption nutzte das gesamte Instrumentalspektrum, das die Kantonsschule Küsnacht für diese Veranstaltung mobilisieren konnte. Alle SchülerInnen und LehrerInnen der Schule mit musikalischem Schwerpunkt waren beteiligt und probten eine gesamte Woche dafür.

Man könnte das Ganze mit einem riesigen filigranen KlangKörper vergleichen - so wie die auf dieser Promende aufgestellte Maschine von Tinguely -, in dem jeder ein Rädchen spielte.

Das Publikum wandelte entlang der Promenade und erlebte dabei Musik in Klangstimmungen, bildhaften Strukturen und Veränderungsprozessen. Äußerst reduzierte Tontupfen waren ebenso anzutreffen wie archaische Schläge und Rhythmen, dichte, flimmernde Zustände, sich weiterbewegende Töne, eigenartige Melodiebögen, komplexe Akkordik, aleatorisch versprengte Geräusche, ....

Zuhörer, die wiederholt hin- und hergingen fanden nie dieselbe Situation vor.

Sie waren frei, zu kommen und zu gehen und sich an der jeweiligen Position so lange wie es ihnen beliebte aufzuhalten.